Am heutigen Tag tritt das neue Fahrgastrechtegesetz in Kraft. Gleichzeitig wird eine neue Schlichtungsstelle errichtet. Die bisherige „Schlichtungsstelle Mobilität“ erhält ab Ende November 2009 keine Gelder der öffentlichen Hand mehr und wird daher voraussichtlich geschlossen.

Ab diesem Zeitpunkt soll die neue „Schlichtungsstelle öffentlicher Verkehr“, die bisher nur von Bahnverkehrsunternehmen getragen wird, die Arbeit weiterführen.

Wo liegen die Probleme?
  1. Bislang hat sich offenbar kein einziges Flugunternehmen bereit erklärt, dem Trägerverein der neuen Schlichtungsstelle beizutreten. Folge: Beschwerden von Fluggästen können aktuell nicht bearbeitet werden.
  2. Fraglich ist auch, ob sich ausländische Fluggesellschaften überhaupt an der neuen Schlichtungsstelle beteiligen können. Dies wäre wichtig, da die Schlichtungsarbeit im Rahmen von Flugreisen sehr oft internationale Airlines betrifft.
  3. Selbst wenn sich ausländische Airlines am Trägerverein der neuen Schlichtungsstelle öffentlicher Verkehr beteiligen dürfen, erfordert dies vermutlich ein finanzielles und organisatorisches Engagement der ausländischen Fluggesellschaften, das – wie sagt man so schön – prohibitiv sein dürfte.

Wir meinen: Angesichts dieser Probleme ist es gut, dass www.flug-storno.de als rein privat finanziertes Projekt ohne öffentliche Mittel und ohne Trägerverein sich weiterhin für die Erstattung von Steuern und Gebühren einsetzt.

In Anlehnung an die "Liste der Luftfahrtunternehmen, deren gesamter Betrieb in der Gemeinschaft untersagt ist" könnte man sich auch eine Schwarze Liste von Fluggesellschaften vorstellen, die bei der Erstattung von Steuern und Gebühren bei nicht angetretenen Flügen überhaupt nicht reagieren oder erhebliche Hürden aufbauen, um einen Tax Refund zu verhindern :-)

Die Deutsche Lufthansa AG hat eine Gebühr für die Erstattung von Steuern und Gebühren bei nicht angetretenen oder stornierten Flügen eingeführt. Die neue Gebühr ist mit 30 EUR je Buchung recht üppig und liegt beispielsweise über der Gebühr von Air Berlin. Hier werden immerhin schon 25 EUR verlangt. Aber dafür wird die Gebühr bei der Lufthansa andererseits nicht immer fällig: Sie wird lediglich bei Flügen erhoben, die weniger als 150 EUR insgesamt (also Flugpreis zuzüglich aller Steuern und Gebühren) kosten.

Hintergrund für die Erhebung dürfte die angespannte Situation bei der Lufthansa aufgrund der Wirtschaftskrise sein: Die Umsätze im Bereich Business Class und First Class sind in den letzten Monaten eingebrochen. Ob die Lufthansa mit der Einführung der neuen Gebühr bei Flugstornierungen ein hilfreiches Signal sendet, wird der Kunde entscheiden.

Flug-Storno gibt es nun schon seit ein paar Tagen und wir denken, es wird Zeit für ein Flug-Storno-Blog. Willkommen!

Hier wollen wir Sie auf dem Laufenden halten, z.B. über

  • Neuigkeiten von Flug-Storno
  • Entwicklungen im Reiserecht (mit Fokus auf dem Thema Flugstornieren und Erstattung von Steuern und Gebühren – versteht sich ja von selbst)
  • Tipps zu Reiseschnäppchen und günstigen Angeboten

und natürlich über alle Themen, die wir mit der Zeit noch entdecken werden - wir sind gespannt und schauen, was auf uns zukommt. Also nochmals willkommen zum Flug-Storno-Blog!


 
Besonders verbraucherfreundlich
 
Karl Waldhecker, WDR Servicezeit:Mobil
 
Die Erstattung hat super geklappt!
 
Andrea Weber, Düsseldorf
 
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